Betreiberverantwortung ist ein Schwerpunkt auf der INservFM 2016

Gerade auch Repräsentanten der öffentlichen Verwaltungen werden inhaltlich angesprochen

Wuppertal, 8.2.2016 Schon in den zurück liegenden Jahren hat sich die in Frankfurt stattfindende Messe für Facility Management als die zentrale Plattform für privat-wirtschaftliche und öffentliche Immobilienbetreiber und Eigentümer positioniert. Nun hat sie sich in INservFM umbenannt und spricht in diesem Jahr erstmals auch verstärkt Aussteller und Besucher aus dem Bereich Industrie-Services an. Wenn die von dem GEFMA und der Initiative „Facility-Management die Möglichmacher“ getragen FM-Plattform vom 23. bis zum 25. Februar 2016 ihre Tore öffnet, bietet sie aber auch weiterhin akute Themen für die Kämmerer deutscher Gemeinden und Kreise an. Auf dem Messeforum, dem Kongress und der Bundesfachtagung Betreiberverantwortung  kommen Themen wie Energie & Umwelt, FM im öffentlichen Bereich und die akuten Herausforderungen rund um die Pflichten der Betreiberverantwortung auf den Tisch und ins Gespräch. Und erneut mit dabei ist der Branchenverband CAFM RING e.V. Sein Engagement dient der Aufklärung und Förderung von Qualität in IT- und Dienstleistungsprojekten, mit denen Prozesse und das Management relevanter Daten entlang des Lebenszyklus von Liegenschaften, Immobilien, technischen Anlagen und Betriebsmitteln unterstützt werden – auch eine Voraussetzung für eine optimale Organisation von Pflichten in der Betreiberverantwortung.

 Zehn Jahre nach dem verheerenden Einsturz der Eissporthalle in Bad Reichenhall am 2. Januar 2006 haben die Gesetzgeber auf europäischer-, nationaler-, regionaler- und lokaler   Ebene das engmaschige Netz von Pflichten für die Betreiber von Gebäuden und Anlagen weiter verfeinert. In diesem Netz kann sich schnell verheddern, wer diese nicht kennt. Und betroffen sind davon nicht nur Eigentümer, sondern auch Bevollmächtigte, Mieter und Nutzer als Organisationen und selbst Privatpersonen. Der Bedarf an Transparenz, Orientierung und Ratgebung ist daher groß. „Und die Professionalisierung der Betreiberverantwortung tut in vielen Unternehmen und Verwaltungen auch heute noch Not“, so Prof. Dr. Markus Thomzik, Dozent für BWL/Facility Management an der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen und Forschungsprofessor am Institut für angewandte Innovationsforschung e.V. an der Ruhr-Universität Bochum: Die informationstechnische Durchdringung stelle dabei eine der notwendigen Bedingungen dar. Prof. Thomzik moderiert am zweiten Messetag den Beitrag des CAFM RING e.V.: „Noch immer unterschätzt? Der unmittelbare Nutzen von CAFM für die Betreiberverantwortung im Facility-Management: Und wie ein nachhaltiges Datenmanagement die Verantwortlichen ruhiger schlafen lässt.“

Welche aber sind die Anforderungen an eine IT, mit deren Unterstützung verantwortliche Betreiber etwa die notwendigen Dokumentationen und relevanten Prozesse bzw. Dienstleistungen rechtskonform einhalten und erbringen können? Was sollte bei dem Einsatz von IT bedacht werden, um die angestrebte Sicherheit und den erhofften Nutzen dauerhaft und nachhaltig zu erzielen? Und wie lassen sich mittels spezialisierter IT auch die mit der Einhaltung der Betreiberpflichten einhergehenden Kosten reduzieren? Einer, der es wissen muss und die damit einhergehenden Fragen beantworten wird, ist Jan Schipper, Geschäftsführer der Ambrosia FM Consulting & Services GmbH. „Recht bekommt der, der mehr Sorgfalt  und Umsicht beweisen kann“, so seine Erfahrung! “Bei der Fülle an Informationen und rechtlichen Vorschriften ist es nicht leicht, den Überblick zu behalten. CAFM dokumentiert und strukturiert diese Informationen, so dass organisatorische Abläufe und nachweisende Revisionen, gewerke-übergreifend sinnvoll nachvollzogen werden können.“ Dabei sei wichtig: Betreiberverantwortung tue nicht weh! Im Gegenteil, richtig umgesetzt, zieht sie mit Sicherheit auch Kosteneinsparungen nach sich.

Und Frank Bögel, Technical Director bei der CONJECT AG und langjähriger Lehrbeauftragter  für CAFM an der Westfälischen Hochschule, ist der Auffassung, dass CAFM sicher kein Allheilmittel sei. „Aber für mich ist nicht nachvollziehbar, wieso ausgerechnet in einem so sensiblen und Risiko-behafteten Themenfeld wie der Betreiberverantwortung der Nutzen einer Software – und sei es nur zu Dokumentationszwecken – so sehr unterschätzt wird.“ In allen anderen Bereichen werde eine zentrale Software zur Dokumentation und Planung eingesetzt – nur bei der Betreiberverantwortung bauten viele, auch große Verwaltungen und Unternehmen, weiterhin auf Insellösungen und MS Excel. Dabei komme es bei der Betreiberverantwortung vor allem auf die Interoperabilität an, ist sich Sven Axt, Geschäftsführer der map topomatik GmbH & Co. KG sicher: „Das aber funktioniert nur auf Basis einer konsequenten und allgemeinverbindlichen Standardisierung der Bestandsdaten.“ Das sieht Ralf Rieckhof, Dozent und Leiter Niederlassung der pit – cup GmbH ganz ähnlich: „Rechtskonformes Handeln im Umgang mit überwachungspflichtigen Anlagen wird mit CAFM sicher dokumentiert. Und eine einheitliche und fundierte sicherheitstechnische Bewertung überwachungspflichtiger Anlagen sowie deren Dokumentation in CAFM kann in punkto notwendiger Prüfungen bzw. Inspektionen von Anlagen auch direkt Geld sparen“. Damit schließt sich der Kreis gewissermaßen und zeigt, was dieses Thema gerade auch für die angespannten Haushalte öffentlicher Verwaltungen so akut werden lässt.

Neben dem Messeforum wird die 5. Bundetagung Betreiberverantwortung am ersten Messetag wichtige Orientierungen zu neuen und geänderten Regelwerken geben. Dazu zählt etwa auch die VDI 2047-2 über den hygiene-gerechten Betrieb und die Instandhaltung von Verdunstungskühlanlagen. Diese waren durch die Störfälle in Ulm 2010 und in Warstein 2013 in den Blickpunkt der Experten geraten. Die von Ulrich Glauche, Rödl & Partner GbR und Leiter des GEFMA-Richtlinienwesens und Autor von GEFMA 190 Betreiberverantwortung im FM initiierte und geleitete Fachtagung richtet sich explizit auch an Bauherren, Immobilieneigentümer und-Betreiber der öffentlichen Hand. Das gilt auch für den Messekongress. Mit Themen und Diskussionen zu Energie & Umwelt oder FM im öffentlichen Bereich spricht er ebenfalls die Repräsentanten von Städten, Gemeinden und Kommunen an.

An den Messeständen schließlich, können Fragen zu diesen Themen und den ganz praktischen Referenzerfahrungen in kleinem Kreise fortgeführt und diskutiert werden. Die Aussteller gruppieren sich in diesem Jahr u.a. um die Produktgruppen: FM-Beratung; Facility Services; Modernisierung von Bestandsimmobilien; Workspace, Energiemanagement, IT-Services und Projektentwicklung.

Ralf-Stefan Golinski; ralf.golinski@cafmring.de


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