Voraussetzung für BIM: „Erst Schalter im Kopf umlegen“

2.2.2017: BIM-Mediendialog diskutiert die Hürden auf dem Weg zu FM 4.0

Wuppertal, 15.12.2016 Der potenziell hohe Nutzen einer durchgehenden Digitalisierung von Planung – Realisierung – Inbetriebnahme und Gebäudebetrieb/FM mittels BIM-orientierter Methoden und virtueller Modelle ist unbestritten. Entsprechend groß ist die Euphorie Vieler in der Bau-, Immobilien- und Facility Managementbranche neben den an der Digitalisierung beteiligten IT-Sparten. Zu Beginn der neuen Ära BIM werden gegenwärtig aber vor allem noch praktische Beispiele außerhalb des deutschsprachigen Marktes bemüht. Gewaltig sind noch die Hürden, die der eher konservative und  sehr  zersplitterte dafür jedoch volkswirtschaftlich umso bedeutendere Wirtschaftszweig hierzulande überwinden muss. Diese Hemmnisse in ihrer Relevanz für ein FM 4.0 will der CAFM RING gemeinsam mit einer fachübergreifenden Auswahl von Experten exakt beim Namen nennen und notwendige Lösungen diskutieren: Den Auftakt bildet ein öffentliches Come Together, der BIM-Mediendialog am 2. Februar 2017 in Hamburg.

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 „Trotz der einleuchtenden Vorteile ist vor einer zu hohen Euphorie hinsichtlich schneller Verbreitung und umfassendem Einsatz von BIM zu warnen“, zeigt sich im Vorfeld Dr. Ramon Knollmann sicher. „Es besteht zumindest im unternehmerischen Kontext ein Grundproblem der Lebenszyklusbetrachtung: Das häufige Auseinanderfallen der für Entscheider maßgeblichen Budgetbetrachtungsräume gegenüber der Immobilien-lebensdauer“, so der Geschäftsführer Bilfinger HSG International Facility Management GmbH.

BIM sei in der Tat nicht nur eine technische Frage und Herausforderung, meint denn auch Jacob Przybylo. Das Vorstandsmitglied von buildingSMART e.V. ist überzeugt: „Um erfolgreich zu sein, muss BIM gestaltet und geformt werden, damit es zum jeweiligen Unternehmen ideal passt und maximale Mehrwerte generieren kann. BIM ist deswegen vor allem auch eine Managementaufgabe in den Unternehmen selbst.“ Oder wie Lars Oberwinter es sieht, vor allem unternehmensübergreifend: „Die Planenden stellen sich insbesondere Fragen nach Methoden zur Zusammenarbeit mit den ausführenden Unternehmen und dann auch nach der Prozessgestaltung der As-built-Dokumentation“, betont der Leiter BIM Solutions bei der Plandata Datenverarbeitungs GmbH, Wien. Denn am Ende des Tages liege darin die wesentliche Voraussetzung für ein effizientes und sinnvolles digitales Facility Management.

Auch für Dr. Kai-Stefan Schober, Roland Berger Strategy Consultant und Senior Partner,  ist es noch zu früh, um über signifikante Erfolge bezüglich BIM etwa in Deutschland zu sprechen. Der Autor der Studie „ Digitalisierung der Bauwirtschaft – der europäische Weg zu Construction 4.0“ hält es aber für bedeutend, „… rechtzeitig vorteilhafte Positionen in der zukünftigen Konstellation in der Bauwirtschaft zu besetzen.“ Denn es werde zu intensiven Margenwettbewerben unter den Akteuren kommen. Dabei hält Konstantinos Kessoudis, BIM Direktor Direktion Bau, Prozess, Management Ed. Züblin AG, den Ansatz der Bundesregierung, einen Stufenplan für Digitales Bauen aufzustellen und durchzusetzten, für richtig und wichtig! Denn dieser helfe, die für die Digitalisierung erforderliche Konvergenz aller Beteiligten in einem heterogenen und zersplitterten Bausektor einzufordern. „Die dafür notwendige Offenheit und Transparenz sowie die Fähigkeit, kooperativ miteinander umzugehen, gilt es aber erst zu entwickeln“, so Daniel Mondino, Vorstand beim BIM HUB Hamburg. „Dafür muss im Kopf zuerst ein Schalter umgelegt werden!“

 

„Wie realistisch ist BIM – in Deutschland?“ Get Together im Alten Hauptzollamt.   Programm und Anmeldung hier


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